Im Nomadenzelt Wieder einmal verwandelt sich der Garten von Mahdi in eine andere Welt. Die Nomaden in der Wüste leben im Einklang mit der Natur. An 5 Tagen in den Sommerferien möchte Mahdi die Kinder anregen sich mit diesem einfachen Leben zu beschäftigen: Basteln mit Ton, mit den Naturfarben malen, selber Brot backen im Lehmofen, gemeinsam am Feuer sitzen und Musik machen oder einer Geschichte lauschen, die in dieser fremden Welt spielt. Auch mit Bildern und einem Film suchen wir das Gespräch mit den Kindern über ein Leben jenseits von der „modernen Welt“. Das Zelt ist marokkanisch dekoriert. Es bietet für die Kinder genug Platz zum Spielen und für Kreativität. Trinken und Essen ist inklusive. Herzlich Willkommen ------------------------------------------------------------------- Anmeldung bitte per E-Mail an: info@mukologne.de oder medioui@gmx.net Weitere Informationen können telefonisch erfragt werden: 0176 - 43031467 oder sind auf www.mukologne.de zu finden. Teilnahmegebühr: 80,- € für 5 Tage (18. Juli bis zum 22. Juli 2015) MuKo e.V. Konto 8139400 BLZ 37020500 Bank für Sozialwirtschaft Für die Veranstaltung kann ein Bildungsscheck beantragt werden. Die Formulare finden Sie auf unserer Homepage.

Ein Ausflug jenseits der "modernen Welt"

Der Künstler Mahdi Alaoui begeisterte Kinder im Nomadenlager

Zollstock (nk). Auf den ersten Blick sieht die Siedlung am Kalscheurer Weg wie eine Schrebergartenanlage aus. Inmitten der großstädtischen Oase wohnt der aus Marokko stammende Künstler Mahdi Alaoui. 

Er ist nicht nur freier Künstler, Musiker, Dichter und Fotograf, sondern auch Lehrer für Arabisch und Französisch sowie Referent für arabische Geschichte. Alaoui verfügt auch über einige Erfahrungen in der Kinder- und Jugendarbeit. Erneut lud er Kinder eine Woche lang in seinen Garten ein, den er für ein Nomadenleben in der Wüste und im Einklang der Natur herrichtete. "Ich möchte den Kindern helfen, zurück zur Natur zu finden und, dass sie ihre menschliche Weise nicht verlieren. Gesellschaft und Natur kommen in der modernen Zeit leider zu kurz", beschrieb Alaoui seinen pädagogischen Ansatz. Sein Garten wirkte wie ein Wunderland, zwischen Abenteuer und Entspannung. Am letzten Tag des Projektes wurden die Kinder von ihren Eltern begleitet.

Einige entspannten im Nomadenzelt, auf aus Marokko stammenden Teppichen, mit erfrischenden Kräuter-Minztee aus kleinen Gläsern und bei Räucherstäbchenduft. Andere malten an Bildern auf Staffeleien mit Naturfarben wie Henna, Paprika und Safran. "Biobilder" nannte Alaoui sie schmunzelnd. Andere spielten auf original marokkanischen Instrumenten oder mit Naturspielen aus Steinen und Stöcken. Für aus seiner Heimat stammendes typisches Essen sorgte der Künstler ebenfalls und baute dafür extra einen "Backofen" aus Lehm in seinem Garten, an dem die Kinder unter anderem ihr Brot selbst backten. Auch die marokkanische Kleiderkiste blieb nicht unberührt, Kinder wie Eltern bewegten sich in den traditionellen Trachten durch den sommerlichen Nachmittag. Fotos sowie ein Film aus Marokko boten eine Basis für Gespräche mit den Kindern über ein Leben jenseits der "modernen Welt". Es wäre verwunderlich, wenn die Woche bei Alaoui sie dafür nicht begeistert hat. Informationen zum Künstler und seinen Projekten gibt es unter www.mukologne.de